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ToggleDie Ergebnisse der Landstagswahlen in Thüringen und Sachsen am 1. September 2024 haben ein Thema in meinen Gedanken nach vor geholt, das ich bisher verdrängt hatte: die Affinität von Faschisten zu neuen Technologien. In der aktuellen Zeit sind dies künstliche Intelligenz und die Möglichkeiten, die KI zur Umsetzung von faschistischen Zielen mit sich bringt.
Die Äußerungen von aktiven Führungskräften in der AfD, Menschen mit, aus ihrer Sicht, absonderlichen Merkmalen zählen zu lassen, beschert mit sofort eine Gänsehaut. Sollte die sog. Alternative für Deutschland in Regierungsverantwortung kommen und somit Zugriff auf Behördendaten erhalten, sind dem legitimierten Missbrauch durch Faschisten Tür und Tor geöffnet.
Mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Softwarelösungen zur beliebig schnellen Auswertung von Daten und von Listen, ist eine Rückkehr zu Unterdrückung, Einschüchterung und mehr nur eine Frage der Zeit. Die heutigen technologischen Möglichkeiten übertreffen die systematischen Berechnungen und Auswertungen, die die NSDAP mit Hilfe von IBM durchführen konnte. Erst mit der IBM-Automatisierung konnte die erschreckende und bis heute mahnende Dimension des Holocaust erreicht werden.
Wenn ich mir die heutigen technischen Möglichkeiten anschaue, bekomme ich es mit der Angst zu tun. Diese Angst ist, in dem Wissen zu einer möglichen „Filterkategorie“ zu gehören, größer als ich es mir in kühnsten Träumen vorstellen konnte.
Die aktuelle Situation der „Nazis on the Rise“ fügt sich perfekt in die AI – The Good, The Bad, and the Ugly Betrachtung, über die ich im Dezember 2023 geschrieben habe. Und die Vorstellung, welche KI-Nutzungsvarianten sich die Faschisten ausmalen, sortiere ich definitiv in „The Ugly“ ein.
Antifa-Kill-Switch
Faschismus gilt es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.
Softwareentwicklern haben eine besondere ethische Verantwortung, um den Missbrauch der von ihnen entwickelten Software zu verhindern, wenn sie von faschistischen Kräften genutzt werden möchte. Es gilt einen Antifa-Kill-Switch einzubauen, also so etwas wie eine „Gute Backdoor“, um eine Softwarenutzung gegen Menschen zu terminieren.
Softwarelösungen, die dazu verwendet werden, um Minderheiten zu selektieren, auszugrenzen oder gar körperlichen Schaden zuzufügen, sind böse Softwarelösungen. Diese Art der Nutzung muss, auf welchem Weg auch immer, aktive und effektiv unterbunden werden.
Responsible AI ist eine schöne Idee, wenn nicht sogar nur ein Traum. Es gibt immer Möglichkeiten den zugrunde liegenden Sprachmodellen die ethischen Filter zu nehmen, um die passenden Antworten zu erhalten. Dies ist gerade das Dilemma der Neuzeit. Es gibt immer „irgendwen“, der es (zuerst) tut.
Das Problem ist nicht auf eine KI-Plattform oder KI per se begrenzt. Dazu gehören sämtliche Technologieformen, die gegen Menschen eingesetzt werden können, wie z.B. Machine Learnung oder auch Gesichtserkennung.
Wir können und müssen endlich aus der Geschichte lernen und aktiv neue Wege beschreiten, um eine Wiederholung der Geschichte und den (unweigerlichen) Missbrauch von Technologien zu vermeiden.
Es gibt keinen Mittelweg. Es gibt keine halbe gute Nutzung.
Links
- IBM und der Holocaust
- Deconstructing The Ethics of Large Language Models from Long-standing Issues to New-emerging Dilemmas
- Digitaler Autokratismus: Was kann die AfD mit deinen Daten anrichten?
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