Migration zu Exchange Server SE – Drei Varianten

Read the English version of this post on ENow’s ESE blog: https://granikos.eu/go/ENow0825

Der RTM-Release von Exchange Server Subscription Edition ist seit dem 1. Juli 2025 verfügbar.

Grundsätzlich ist die Installation von Exchange Server SE einfach, denn sie unterscheidet sich in keiner Weise von der Installation von Exchange Server 2019, z.B. in der Variante CU15. Denn Exchange Server SE ist codeidentisch mit Exchange Server 2019 CU15.

Es ist schon viel über die wenigen Unterschiede zwischen Exchange Server CU15 und Exchange Server SE geschrieben worden. Aber der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch einmal die drei Unterschiede aufzählen:

  1. Der Produktname ändert sich zu Exchange Server.
  2. Die mitgelieferte Lizenzdatei ändert sich
  3. Die Buildnummer erhöht sich auf 15.2.2562.17

Für ein Upgrade zu Exchange Server SE stehen drei Varianten zur Auswahl.

Variante 1: Exchange Server 2016 CU23 zu Exchange Server SE RTM

Zwischen Exchange Server 2016 und Exchange Server SE steht ein Major-Release-Wechsel. Exchange Server 2016 ist die Version 15.1, während Exchange Server SE, ebenso wie Exchange Server 2019, die Version 15.2 ist. Damit steht dir nur das klassische, das sog. Legacy-Upgrade zur Verfügung.

Bei einem Legacy-Upgrade von Exchange Server werden neue Exchange Server-Systeme auf neuen Windows Server-Systemen installiert und konfiguriert. Nach der Installation und vollständigen Einrichtung kannst du alle Postfächer und Funktionen von Exchange Server 2016 zu Exchange Server SE umziehen. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • Installation und Konfiguration des Betriebssystems, idealerweise Windows Server 2025, entsprechend der Empfehlungen für Exchange Server 2019 und SE
  • Einrichtung der benötigten Datenlaufwerke und Postfachdatenbanken, inklusiver einer neuen Datenbankverfügbarkeitsgruppe (DAG)
  • Installation des TLS-Zertifikates und Konfiguration des Exchange Namensraumes
  • Konfiguration der Exchange Server Security Best Practices
  • Prüfung der Installation und Konfiguration mit Hilfe des HealthChecker PowerShell-Skriptes
  • Umzug aller Postfächer und Anpassung des Mail-Routings

Nach dem Abschluss des Umzuges ist es wichtig, die alten Exchange Server 2016-Installationen sauber zu deinstallieren. Nur so kannst du sicherstellen, dass es durch Konfigurationsüberbleibsel in der Active Directory-Konfigurationspartition nicht zu unerwünschten Nebeneffekten beim Betrieb kommt.

Variante 2: Exchange Server 2019 CU14/15 zu Exchange Server SE RTM – Legacy Upgrade

Wenn du aktuell Exchange Server 2019 CU14/15 auf Windows Server 2019 betreibst, kannst du problemlos ein In-Place-Upgrade, wie in Variante 3 beschrieben, durchführen. Jedoch befindet sich Windows Server 2019 bereits seit mehr als anderthalb Jahren in der erweiterten Support-Phase. Du musst dir also die Frage stellen, ob nicht ein aktuelleres Windows-Server-Betriebssystem die bessere Wahl für den Betrieb von Exchange Server ist. Eventuell hat auch die verwendete Exchange Server-Hardware ihren Leistungshorizont überschritten.

Mit der Installation von neuen Windows Server 2025-Systemen stellst du die Weichen für eine sichere Zukunft des Betriebs der Exchange-Organisation. Und damit bist du automatisch in der gleichen Situation wie in Variante 1. Du musst neue Server-Systeme in Betrieb nehmen, Exchange Server SE installieren und alle o.g. Schritte für den Umzug der Postfächer durchführen.

Der Betrieb von Exchange Server bei einem Legacy-Upgrade ist denkbar einfach. Alle Exchange Server können Mitglied im gleichen Load Balancer Applikationspool sein. Denn unabhängig vom Speicherort des Postfaches stellt jeder durch den Load Balancer angesprochene Exchange Server eine Proxy-Verbindung zu dem passenden Server her. Dies gilt für Variante 1 und 2 gleichermaßen.

Variante 3: Exchange Server 2019 CU14/15 zu Exchange Server SE RTM – In-Place

Diese Upgrade-Variante ist einfachste, bequemste und sicherste Form eines Upgrades zu Exchange Server SE. Die Installation von Exchange Server SE RTM auf z.B. einem Exchange Server 2019 CU15 System mit August 2025 HU führt zu einem Upgrade von Build 15.2.1748.36 zu 15.2.2562.17.

Du siehst, es gibt keinen Major Release-Wechsel von Exchange Server 2019 zu Exchange Server SE. Beide Versionen sind ein sog. 15.2-Build. Genau diese Tatsache ist es, dass ein In-Place-Upgrade überhaupt erst möglich ist.

Auch wenn deine Exchange Server 2019-Systeme gerade auf Windows Server 2019 betrieben werden, kann ein In-Place-Upgrade erst einmal die passende Möglichkeit sein, um dem Supportende von Exchange Server 2016 und 2019 am 14. Oktober 2025 zu begegnen. Mit der Installation von Exchange Server SE ist deine IT-Infrastruktur erstmal auf der sicheren Seite. Eine Legacy-Migration zu Exchange Servern mit einem neueren Betriebssystem kannst du später planen und in Ruhe umsetzen.

Monitoring – oft übersehen, aber notwendig

Unabhängig davon, ob es sich um hybride oder reine On-Premises-Umgebungen handelt, ist ein kontinuierliches Monitoring der Exchange-Server erforderlich, um die Systemleistung und Sicherheit zu gewährleisten. Ohne diese Überwachung können Probleme wie verzögerte Mailzustellung, steigende Speicherbelastung oder potenzielle Sicherheitsrisiken möglicherweise erst erkannt werden, wenn sie den Betrieb beeinträchtigen.

Ein professionelles Monitoring verschafft die notwendige Transparenz und ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Vorfällen, bevor Beeinträchtigungen auftreten. ENow stellt eine Softwarelösung bereit, in der Exchange-Monitoring und Reporting auf einer übersichtlichen Oberfläche vereint sind. Die Software liefert relevante Informationen in Echtzeit und vermeidet komplexe Strukturen. Dadurch können Risiken früh identifiziert und gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die Exchange-Infrastruktur stabil und sicher zu betreiben.

Fazit

Es gibt nicht die eine Empfehlung, die ein richtiges Upgrade zu Exchange Server SE abbildet, denn jede Exchange-Umgebung ist anders und hat andere Anforderungen. Was jedoch alle eint, ist, wenn du weiterhin die Anforderung einer lokalen Exchange Server Organisation umsetzen musst, musst du auf Exchange Server Subscription Edition aktualisieren. Das In-Place-Upgrade von Exchange Server 2019 CU14/15 zu Exchange Server SE stellt die einfachste und schnellste Variante dar.

Ein professionelles Monitoring spielt eine entscheidende Rolle für den reibungslosen Betrieb von Exchange-Systemen. Durch kontinuierliche Überwachung lassen sich mögliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend adressieren. Lösungen wie die von ENow ermöglichen eine gezielte und effiziente Verwaltung der Exchange-Server und tragen dadurch maßgeblich zur Sicherstellung von Stabilität und Sicherheit im laufenden Betrieb bei.

Mit diesen Maßnahmen legst du die Grundlage für eine zukunftsfähige und verlässliche E-Mail-Kommunikation in deinem Unternehmen. Die nächsten Schritte kannst du entspannt planen – deine Infrastruktur ist mit dem Upgrade bereits bestens gerüstet.

Links

Viel Spaß mit Exchange Server.

Kurz-URL | Short URL: https://granikos.eu/go/uXQ

Kommentar verfassen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Entdecke mehr von Granikos GmbH & Co. KG

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen